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So zähmen Sie Ihren inneren Schweinehund: Vom ärgsten Feind zum besten Freund

So zähmen Sie Ihren inneren Schweinehund: Vom ärgsten Feind zum besten Freund
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Um die Frage gleich zu beantworten: Ja, dieser Münchhausen ist ein entfernter Nachfahre des berühmten Lügenbarons. Doch das, was er in seinem spritzig geschriebenen und nett illustrierten Buch erklärt, ist alles andere als erstunken und erlogen. Bei seinen Tipps mischt er bewährte Taktiken der Selbstmotivation mit originellen eigenen Vorschlägen. Wie schon Reinhard Sprenger plädiert Münchhausen dafür, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen und sich nicht selbst zu beschwindeln. Nur so behält man den inneren Schweinehund unter Kontrolle.

Die meisten Menschen begegnen ihrem inneren Schweinehund, wenn sie versuchen, etwas in ihrem Leben zu verändern: Ob es ums tägliche Joggen geht, um den guten Vorsatz, endlich mal die Garage zu entrümpeln oder ein großes berufliches Projekt anzugehen. Allzu oft glaubt man den eigenen Ausreden ("In der heutigen Zeit kann man einfach nicht gesund leben") und hat dadurch keine Chance, etwas an seinem Verhalten zu ändern. Münchhausen leitet dazu an, die Tricks und Strategien des ungeliebten Tiers zu durchschauen und dadurch den fatalen Kreislauf zu durchbrechen. Hat man verstanden, welche Dynamik hinter der Aufschieberitis steckt, erhöhen sich die Erfolgschancen dramatisch.

Will man seine guten Vorsätze vor dem Schweinehund retten, gilt es aber auch die eigene Sprache kritisch unter die Lupe zu nehmen. Denn sie prägt das Denken und entscheidet mit darüber, ob und wie man seine Ziele anpackt. Münchhausen rät zur verbalen Radikalkur: Weg mit dem Konjunktiv, wenn man Pläne formuliert. Denn wer mit zögerlichem "eigentlich müsste ich..." und "ich will versuchen..." daherkommt, hat keine Chance gegen seinen inneren Schweinehund. Das Wörtchen "müssen" sollte man durch "dürfen" ersetzen, "ich muss" durch "ich will". Das verhilft zur richtigen Einstellung. Mit Münchhausens vielen anderen Tipps, wie man eine neue Gewohnheit in seinem Leben verankert, ist man auf dem besten Weg zum Sieg.

Doch eigentlich sollte man seinen Schweinehund gar nicht besiegen, behauptet Münchhausen. Der Trick ist nämlich, ihn nicht mit allen Mitteln zu bekämpfen, sondern zum Verbündeten zu machen. Zu gewinnen ist der Kampf gegen den Schweinehund ohnehin nicht, denn er ist ja im Grunde nur ein störender Teilaspekt der eigenen Persönlichkeit. Wer ihm Druck macht, der bekommt genauso viel Gegendruck zurück und hat dann immer häufiger mit ihm zu tun. Viel besser ist, sich mit seinem Schweinehund ehrlich auseinander zu setzen und ihn zu akzeptieren. Münchhausens Tipp: "Lassen Sie Ihren Schweinehund ruhig ab und zu gewinnen, dann wird auch er Sie gewinnen lassen." Das erinnert zwar auf den ersten Blick an die Diätvorschläge mancher Frauenzeitschriften ("Auf nichts verzichten müssen und trotzdem abnehmen!"), bestätigt sich aber in der Praxis. Wer allzu streng mit sich ist, der hält nicht durch. --Sylvia Englert

¤ So zähmen Sie Ihren inneren Schweinehund: Vom ärgsten Feind zum besten Freund
¤ von Marco von Münchhausen
¤ Verlag: Campus Verlag
¤ Gebundene Ausgabe
¤ 240 Seiten
¤ Maße 14,6 × 22,0 × 2,0 cm
¤ Auflage 6, 2005

Preis 19,90 € (Stand 2010-10-08 00:42 - Einzelheiten)
gebraucht ab: 9,87 €

Das sagen andere Kunden über "So zähmen Sie Ihren inneren Schweinehund: Vom ärgsten Feind zum besten Freund"


dran bleiben lohnt sich ...
Der Autor gibt sehr viele brauchbare Tipps wie man seinen Schweinehund wirklich zähmen kann. Nebenbei ist das Buch sehr humorvoll geschrieben und macht Spaß.
Unbedingt empfehlenswert!!!
geschrieben von Autorin am 22.11.2009
Lebensbereicherung
Das Buch zeigt deutlich den Konflikt zwischen dem Über-Ich und dem Es. Für das Es wird die Metapher des inneren Schweinehundes genutzt. Was für mich eine sehr schöne Darstellung des Phänomens "ich weis, das es gut ist, aber ich tu es nicht ist. Wer mit solchen Metaphern nicht umgehen kann, für den ist das Buch nicht geeignet.
Der Autor vermittelt einem, das Gefühl, das man nicht allein mit diesem Problem ist, sondern das es jedem so gehen kann. Die Glaubwürdigkeit des Autors wird dadurch gesteigert, dass der er Beispiele anführt, in denen er selbst der Protagonist ist. In anderen Büchern ist es oft so, das der Autor eine Lehrerstellung einnimmt und keinen Hinweis gibt, ob er das Problem aus eigener Erfahrung kennt.
Es wird auch keine abstrakte Persönlichkeitsanalyse durchgeführt, die einen Laien überfordert, sondern das Buch ist eine Gebrauchsanweisung für den Alltag.
Die Zeichnungen sind sehr liebevoll gestaltet und bieten eine amüsante Vorstellung des inneren Schweinehundes.
Auch wenn das Buch nicht mein Leben ändert, es hat mein Leben auf jeden Fall bereichert.
geschrieben von T. Nikolay am 23.9.2009
Praktische Anleitung, mit den eigenen Blockaden umzugehen.
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Inhalt
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Der Schweinehund als ein Wesen, gut ausgebildet und unermüdlich dabei, uns von unseren Zielen abzuhalten. Durch diese konkrete Darstellung macht der Autor auf Mechanismen in uns aufmerksam, die uns blockieren beim Fassen eines Entschlusses, bei der Entscheidungsfindung und bei der Ausführung einer Entscheidung. Es werden die Strategien der Blockade und anschließend die der Lösung detailliert beschrieben.
Zu guter Letzt wird der Schweinehund in einem anderen Licht präsentiert und nicht mehr als Feind gesehen, sondern Wege angeboten, ihn zu zähmen und als Bestandteils des Lebens zu machen.
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Kommentar
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Sehr kurzweiliges und konkretes Buch, vielleicht manchmal zu reißerisch und verspielt.
Die Versinnbildlichung des Schweinehunds als wirkliches Wesen, das es zu erkennen gilt, dann seine Schliche zu verstehen und ihn letztlich als Teil des Selbst zu sehen, ist ein cleverer Schachzug.
Die konkrete Machart gibt viele Anregungen für die Erreichung eigener Ziele. Immer wieder werden Übungen und Zusammenfassungen präsentiert, was das Buch auch für das "nochmal reinschauen" geeignet macht.
Ein Buch der Praxis, keines der Philosophie.
geschrieben von Dominik Dallwitz-Wegner am 13.9.2007
So zähmen Sie Ihren inneren Schweinehund: Vom ärgsten Feind zum besten Freund

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